Landkreis Boerde

Musikschule Kurt Masur Oschersleben

für Schüler

Kann ich mir den Lehrer, bei dem ich mein Wunschinstrument lernen möchte, aussuchen?

Antwort:

Ja und nein! Der Unterricht an der Musikschule ist sehr nachgefragt. Natürlich kannst du bei der Anmeldung unter Bemerkung einen Wunschlehrer angeben. Wenn du die Frage nach dem Lehrer aber offen lässt, hat die Musikschule schnellere und bessere Möglichkeiten, dich in den Unterricht aufzunehmen.

 

Muss ich den Musiklehreunterricht besuchen?

Antwort:

Ja! Der Besuch des Musiklehreunterrichts ist für alle Schüler im Leistungsorientierten Unterricht (LoU) verpflichtend (Landesgesetzgebung). Da die Musikschule Kurt Masur eine Bildungseinrichtung in einem Flächenkreis ist, halten wir vielfältige Möglichkeiten vor, dieser Verpflichtung nachzukommen (Klassenunterricht, Jahreskurse, Ferienkurse, unterrichtsbegleitendes Studium). Welche Möglichkeit für dich am besten geeignet ist, darüber berätst du dich mit deinem Hauptfachlehrer.

 

Kann ich zum Üben in die Musikschule kommen?

Antwort:

Außerhalb der Unterrichtszeiten (z. B. vormittags oder in den Ferien) stehen die Unterrichtsräume der Musikschule Schülerinnen und Schülern nach Anmeldung in der Schulverwaltung zum Üben zur Verfügung.

 

Gibt es an der Musikschule auch Zensuren?

Antwort:

Ja, an der Musikschule Kurt Masur gibt es Zensuren! Nicht so häufig und selten unverhofft, wie in der Schule, aber doch regelmäßig zum Schuljahresende. Im 2. Halbjahr sind alle Schüler im Leistungsorientierten Unterricht (LoU) aufgerufen, im Jahresvorspiel ihre Jahresleistung zu präsentieren. Damit wollen wir in erster Linie einen Motivationspunkt setzen, denn mit einem Ziel vor Augen lässt es sich leichter lernen. Zum anderen wollen wir damit auch unseren Charakter als Bildungseinrichtung unterstreichen.

Nähere Auskünfte zum Thema Vorspielen finden sich in der Vorspiel- und Prüfungsordnung.

 

Was ist, wenn ich nicht öffentlich vorspielen möchte?

Antwort:

Zum Vorspielen wird niemand gezwungen! Wer sein Instrument außerhalb jeglicher Leistungsanforderungen erlernen möchte, kann dies im Basisunterricht tun.

 

Kann ich mein Instrument während des Schuljahres wechseln?

Antwort:

Der Wechsel des Instrumentes beim selben Lehrer ist während des Schuljahrs möglich. Hierfür muss ein entsprechender Antrag in der Schulverwaltung eingereicht und befürwortet werden. Wechsel zu einem anderen Lehrer/Fach können ganzjährig beantragt werden, können in der Regel aber erst zum neuen Schuljahr umgesetzt werden.

 

Wie oft und wie lange sollte ich in der Woche üben?

Antwort:

Unsere allgemeinen Erfahrungen zeigen, dass es sehr wenige Schüler gibt, die zu viel üben. Regelmäßiges, sprich tägliches Training, ist die beste Voraussetzung für ein kontinuierliches und erfolgreiches Lernen.

Für viele Schüler ist die Musikschule eine sehr wertvolle Bildungseinrichtung außerhalb der Schule, für die aufgrund anderer Verpflichtungen (Schule, Freunde und Freizeit) manchmal nicht genügend Zeit zur Verfügung steht. Als Faustregel sollte gelten: Eine Woche hat sieben Tage. Wenn ich an vier Tagen übe, habe ich mehr geübte als ungeübte Tage innerhalb der Woche. Hinzu kommt der Tag des Unterrichts. Somit habe ich in der Summe an fünf Wochentagen meine Musikschulausbildung gepflegt. Und das wäre regelmäßig!

Wie lange eine Trainingseinheit sein sollte, hängt von vielen Faktoren ab. Hier kann euch euer Lehrer/eure Lehrerin gut beraten. Was sicherlich nicht ausreicht, ist ein Stück dreimal von vorn bis hinten durchspielen und meinen, man hätte geübt. Ein weiser Musikschullehrer meinte einmal: Üben ist ein Stück/eine Übungsstelle so oft noch einmal spielen, bis sie dreimal nacheinander fehlerfrei gespielt werden konnte. Wer dies ernsthaft versucht, spielt bald meisterlich!

 

Wer kann mir beim Üben zuhause helfen?

Antwort:

Wertvolle Tipps zum Üben stehen im Aufgabenheft oder in den Noten. Man darf sie nur nicht ignorieren! Der wichtigste Lehrer ist eigentlich der Schüler selbst: Er weiß am besten, was gut funktioniert und was nicht. Nur betrügen darfst du dich dabei nicht!

In Zeiten moderner Kommunikationsmittel ist ein Mitschnitt in Bild und Ton ein gutes und schnell zu organisierendes Mittel zum Überprüfen deiner Spielfertigkeiten. Versuche dich aber von der Allgegenwärtigkeit deines Smartphones (PC, TV, Social Media) zu befreien. Zum Üben brauchst du Aufmerksamkeit, Ruhe und Konzentration!

Auch das Vorspielen im engsten Familienkreis oder unter Freunden ist eine gute Möglichkeit, dein Können zu überprüfen.

Einen genialen Tipp zur Interpretation deines Lieblingsstückes findest du sicher in deiner CD-Sammlung oder im Internet. Versuch es einfach nach- oder sogar besser zu machen.

Wer es mit der Genauigkeit auf die Spitze treiben möchte, kann gern auch einmal sein Metronom entstauben, eine Batterie einlegen oder sich eine entsprechende App herunterladen.

 

Was passiert, wenn ich zuhause nicht zum Üben gekommen bin?

Antwort:

Das ist nicht schlimm, so lange es nicht zum Regelfall wird! Wenn du – aus welchen Gründen auch immer – eine Woche nur wenig oder gar nicht zum Üben gekommen bist, ist dies kein Grund, den Unterricht abzusagen. Sag es deinem Lehrer/deiner Lehrer am Beginn der Unterrichtsstunde und er/sie wird einen Weg finden, die Unterrichtstunde inhaltsvoll zu gestalten.

 

Was bedeutet Leistungsorientierter Unterricht?

Antwort:

Wer Leistungsorientierten Unterricht (LoU) belegen möchte, muss dafür verschiedene Voraussetzungen erfüllen. LoU ist erst ab dem 3. Jahr in der Fachausbildung und nur als Einzelunterricht möglich (30 oder 45 Minuten/Woche). Darüber hinaus sind die Teilnahmen am Jahresvorspiel, an der Musiklehreausbildung und am Ensemblespiel Ausbildungsbestandteile.

 

Warum sollte ich am Leistungsorientierten Unterricht (LoU) teilnehmen?

Antwort:

Ab einem gewissen Ausbildungsniveau – zum Beispiel in Vorbereitung auf einen Abschluss – ist ein Einzelunterricht unerlässlich. Dieser lässt sich nur über den Leistungsorientierten Unterricht belegen. Darüber hinaus unterstützen der Ensemble- und Musiklehreunterricht die Fachausbildung mehr, als man im ersten Moment denkt. Die Teilnahme am Jahresvorspiel ist die Zugangsvoraussetzung für den Leistungsorientierten Unterricht und muss jährlich neu durchgeführt werden.

 

Ist die Musikschule Bildungs- oder Freizeiteinrichtung?

Antwort:

Beides! Was spricht dagegen, etwas Wertvolles – wie Bildung – mit dem zu verknüpfen, was man gern – in seiner Freizeit – macht? Die Erfahrungen zeigen, dass es schwer ist, ohne Anreiz und Ziel sein Instrument zu erlernen. Ein Vorspiel, ein „…ich will das auch können“ oder die Teilnahme an einem Wettbewerb helfen, den Weg zum Geiger, Pianist oder Rockmusiker zu gehen.

Wir sind durch unsere Ausrichtung als Bildungseinrichtung bemüht, regelmäßig Anreize zu schaffen, die Motivation auf dem langen Weg zum Musiker aufrecht zu erhalten. Dass Freude und Spaß auch in der Musik die besten Katalysatoren des Erfolgs sind, ist für uns Musikpädagogen selbstverständlich.

 

Was macht ein Musikschullehrer am Vormittag?

Antwort:

Der Beruf des Musikschullehrers ist ein Fulltimejob.

Der gewöhnliche Instrumental- und Gesangsunterricht (und Ensembleproben) finden in den Nachmittagsstunden statt. D. h., dass der Musikschullehrer, der in der Regel 30 Unterrichtsstunden á 45 Minuten pro Woche unterrichtet, häufig bis weit nach 19:00 Uhr mit Unterrichten beschäftigt ist.

Am Vormittag bereitet er seinen Unterricht vor oder bildet sich an seinem Instrument weiter. Viele Musikpädagogen haben zusätzlich zu ihrem Hauptfach auch eine Zusatzqualifizierung, die sie in den Vormittagsstunden zum Früherziehungsunterricht in die Kindertagesstätten führt.

Darüber hinaus ist der Musikschullehrer regelmäßig an Wochenenden, Sonn- und Feiertagen mit seinen Schülern unterwegs und musiziert in der Öffentlichkeit, bei Konzerten und Wettbewerben. Auch ein Teil der Ensemblearbeit findet als Workshop an Wochenenden und in den Schulferien statt.

 
 
 
 
 
 
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